Postmaterialismus auf zendepot.de

Heute möchte ich euch zendepot.de empfehlen und das Spektrum dieses Blogs wie angekündigt endlich auch auf Finanzen erweitern, nachdem ich nun eine ganze Weile primär über Spiritualität gebloggt habe. Auf zendepot von Holger Grethe findet ihr einiges zum Thema “Erfolgreich Vermögen bilden in Eigenregie”, wie der Untertitel es ja verspricht und auch den Podcast finde ich sehr gelungen. (Und ich übernehme keinerlei Gewähr oder Haftung, wenn ihr seinen Tips folgt, genausowenig wie er es tut!) Ich lese (und höre) zendepot schon eine ganze Weile und bin sehr begeistert.

Und dann möchte ich mich gleich an einem Teil eines Artikel reiben: “Wir kaufen nichts!”

Viele Symptome des Postmaterialismus endecke ich auch bei mir, auch wenn ich das nicht so hochgestochen benennen würde. Für mich gehen Sparsamkeit, Umweltschutz und das Interesse am Investieren Hand in Hand. Dabei gehe ich manchmal den Weg des Weniger-Kaufens bis an den Rand des “Anti-Consumption”-Pfades, aber manchmal auch eher den Weg des Besten-Wertes, finanztechnisch gesprochen wähle ich dann die Option die mir für das wenigste Geld die beste Leistung für die längste Zeit bereitstellt, wobei längste Zeit der wichtigere Faktor ist.

Doch dann das hier:

“Auf der Beifahrerseite kannst du vor lauter Müll die Fußmatte nicht sehen und der letzte Besuch in der Waschstraße war…ja, wann eigentlich? Ist dir aber latte, solange du von A nach B kommst.”

Quelle

NEIN! Args!

Ich leide zwar scheinbar auch bereits an vielen Symptomen des Postmaterialismus, aber mein Auto ist mir nahezu heilig! Das ist eine Investition, die gut gepflegt wird! Und jedes Kilo totes Gewicht, was ich unnötig spazierenfahre kostet mich Sprit, versaut damit die Umwelt mehr als nötig und kostet Geld! Ich sorge auch immer dafür, dass genug Öl drauf ist (ein Motorschaden ist kein Spaß), der Reifendruck hoch genug (zu gering kostet zusätzlichen Sprit und vermindert die Lebensdauer der Reifen! Deutlich zu gering ist sogar gefährlich, weil’s die Bodenhaftung mindert – viel zu hoher Druck tut das aber ebenfalls), etc pp!

Und ich pflege auch – in einem sinnvollen Rahmen – den Lack, schliesslich ist dieser seit mehr als zwei Dekaden Wind & Wetter ausgesetzt (mein guter Mercedes Benz 190 E ist Baujahr ’91!) und soll gerne noch weitere 20 Jahre halten, wenn es nach mir geht!

Ich war auch ein “Müll-Auto”-Typ in der Vergangenheit (also, vor diesem), aber gerade der Wunsch nach Langfristigkeit, Beständigkeit und Dauerhaftigkeit veranlasst mich, mein Auto gut zu pflegen. Es ist für mich auch eine Frage des Respekts, nicht zuletzt vor mir selber – ich verbringe in diesem Auto machmal einige Stunden am Stück und dann will ich es bequem haben, sauber und ordentlich.

Wenn meine guten Wanderschuhe dreckig sind, putze ich die ja auch und pflege bei Lederschuhen das Leder – ansonsten kann ich sie auch gleich nach dem zweiten Einsatz wegschmeißen.

Dankbarkeit #13: Kritik

Heute bin ich dankbar für die Kritik, die zwar nicht direkt mir persönlich galt, aber einem Projekt an dem ich beteiligt bin.

Randy Pausch hat sinngemäß etwa gesagt, dass die die uns kritisieren uns lieben – die die uns nicht mehr kritisieren, haben uns schon aufgegeben.

Nachtrag – das Zitat:

When you see yourself doing something badly and nobody’s bothering to tell you anymore, that’s a very bad place to be. Your critics are your ones telling you they still love you and care.
(Randy Pausch – Wikiquote.org)

Stoic months: Februar (Montag)

So, der Februar startet morgen!

Das Leit-Thema für den Februar ist “Kontrolle”, also genauer die Frage “Was ist unter meiner Kontrolle?” – und was nicht 😉

So habe ich mir jeweils vorgenommen mir zu jedem Ereignis zu überlegen, ob es unter meiner Kontrolle ist oder nicht und dementsprechend zu handeln bzw zu reagieren. Denn über Dinge, die nicht meiner Kontrolle unterliegen, brauche ich mich nicht aufzuregen, mich nicht zu ärgern und mich nicht zu sorgen.

Ich werde jeweils morgens die Morgenmeditation machen, auch wenn ich mir wahrscheinlich nach einer Weile einen anderen Text suchen werde, mit diesem will ich anfangs achtsam durch den Tag gehen:

Some things are under our control, while others are not under our control. Under our control are conception [the way we define things], intention [the voluntary impulse to act], desire [to get something], aversion [the desire to avoid something], and, in a word, everything that is our own doing; not under our control are our body, our property, reputation, position [or office] in society, and, in a word, everything that is not our own doing.

Epictetus, Handbook 1

Und abends plane ich eine Abendmeditation zu machen, in der ich den Tag reflektiere und meine Reaktionen und Handlungen noch einmal Revue passieren lasse – ohne mich aber daran festzubeißen, sondern mit ruhiger Gelassenheit und dem Vorsatz daraus zu lernen und es einfach beim nächsten Mal besser zu machen. Als Anregung wurde dieser Text vorgeschlagen:

Let us go to our sleep with joy and gladness; let us say ‘I have lived; the course which Fortune set for me is finished.’ And if God is pleased to add another day, we should welcome it with glad hearts. That man is happiest, and is secure in his own possession of himself, who can await the morrow without apprehension. When a man has said: ‘I have lived!’, every morning he arises he receives a bonus.

Seneca, Letters 12.9

Zusätzlich steht eine Mittagsmeditation auf dem Programm – folgerichtig müsste ich die am 15. machen, aber ich denke, ich werde sie eher mehrmals und jeweils an einem Wochenende machen, das steht noch nicht so genau fest. Das Thema ist die Reflektion über ein bestimmtes Ereignis, das detailierte Analysieren eines Vorfalls und die Einschätzung, wie viel Kontrolle man wirklich hatte und wie man reagiert hat.

Dankbarkeit #11: Gesundheit!

Heute bin ich sehr dankbar für meine Gesundheit – gerade an einem Tag, wo mein Schnupfen sich wieder meldet? Ja! Denn ich habe nur einen Schnupfen. Lästig, die Nase läuft, die Schleimhäute sind gereizt und in meinem Kopf fühlt es sich ein wenig nach Watte an. Aber ich habe nur einen Schnupfen und ich kann mich auf mein funktionierendes Immunsystem verlassen, dass eben diesen Schnupfen gerade bekämpft und niedermacht. Alles andere ist gesund, wie ich heute von meinem Doc erfahren habe, ich hab nämlich gerade einen Gesundheits-Check machen lassen und alles ist in bester Ordnung! 🙂

Kickoff: Stoic months

Ich habe mir vorgenommen, die Anregungen und Anleitungen der Stoic week aufzugreifen und jeweils auf einen ganzen Monat auszudehnen. Ich starte also den Februar wie den Montag. Ich plane möglichst jeden Morgen eine Morgenmeditation zu machen und Abends die entsprechende Abendmeditation. Zusätzlich will ich zu passender Zeit die Mittagsmeditation durchführen, wahrscheinlich mehrmals.

 

Für die folgenden Monate steht auf dem Programm:

Montag / Februar – Was ist unter meiner Kontrolle?

Dienstag / März – Selbstdisziplin und stoische Einfachheit

Mittwoch / April – Aktivität und die stoische Reserviertheits-Klausel

Donnerstag / Mai – Stoische Achtsamkeit

Freitag / Juni – Emotionen und die Vorbereitung auf Widerstände

Samstag / Juli – Philantrophie – die Liebe zu den Menschen

Sonntag / August – der Blick von oben

Dankbarkeit #10

Heute bin ich ganz profan für meine gute Winterkleidung dankbar – auch wenn es eigentlich für diese Jahreszeit noch zu warm ist, habe ich schon meine dicke Winterjacke angezogen. Nachts wird’s hier bei sternklarem Himmel inzwischen unter null grad und die Pfützen sind morgens gefroren, da wird’s dann auf dem Rad auch schon mal kalt – aber nicht in meiner dicken Winterjacke! 🙂 Ich nehme mir eine warme Weste noch mit, habe aber drunter derzeit immer nur ein T-Shirt, sonst wäre es viel zu warm, in der Jacke kann ich auch locker noch niedrigere Temperaturen gemütlich mitmachen. Ich hoffe ja ein wenig, dass es hier auch bald Schnee gibt, wobei dann das Rad fahren wohl erstmal schwieriger wird, bis ich mich dran gewöhnt habe.

Was soll das mit der ganzen Dankbarkeit?

Ich beschäftige mich seit ein paar Wochen damit, diverse philosophische und spirituelle Praktiken besser in meinen Alltag zu integrieren. Angefangen habe ich mit der “Stoic Week 2013”, die ich durchgezogen habe und von der ich sehr begeistert war. Zusätzlich kann ich diese Lektion auf Youtube von Philip Hanston zum Thema “Stoic Philosophy” sehr empfehlen: Teil 1 und Teil 2. Eine Stoic Week kann man natürlich jederzeit durchführen und ich habe mir vorgenommen die Stoic Week wesentlich ausführlicher zu wiederholen und jedes Prinzip eine Woche lang zu studieren.

Eines der Basis-Prinzipien ist auf jeden Fall die Achtsamkeit. Und genau zu diesem Prinzip passt die große Aufmerksamkeit, die ich gerade der Dankbarkeit widme: ich bin achtsam auf Dinge, für die ich Dankbarkeit empfinde. Aber ich muss gestehen, ich bin kein großer Philosoph, der ständig gute Ideen hat – ich habe die Idee dazu aus diesem Artikel wo eine Frau von Ihrer Erfahrung berichtet, wie sehr gerade diese Achtsamkeit ihr Leben verändert hat.

Und schon heute, nach knapp einer Woche spüre ich erste Veränderungen. Ich denke manchmal über den Tag verteilt darüber nach, wofür ich dankbar bin und was ich abends dazu posten kann! Und das verändert in kleinen Schritten meine Wahrnehmung und meine Achtsamkeit. 🙂