Dankbarkeit #28: schuldenfrei sein

Seit heute bin ich schuldenfrei! Ein älterer Kredit ist bereits im Januar abbezahlt gewesen und jetzt habe ich eine private Anleihe auch zurückzahlen können und damit das letzte bisschen Schulden abgetragen. Und da ich bereits letzten Monat einen Sparvertrag angelegt habe, konnte ich dort bereits die ersten Zinsen sehen! Es ist ein herrliches Gefühl endlich einmal Zinsen zu bekommen statt Zinsen zu zahlen!

400,- € gespart durch einen netten Chat

Mein erster großer Erfolg im Projekt Finanzielle Unabhängigkeit!

Ich habe auf MMM gelesen, dass er seine Handykosten auf 10$ pro Gerät gesenkt hat. Da hab ich mir gedacht, das kann ich auch! Also versuchte ich herauszufinden, ob ich aus meinem Vertrag (O2 All-in M) für nette 30€ pro Monat rauskomme – den ich ausserdem noch dummerweise erst im Herbst verlängert habe (Restlaufzeit 20 Monate). Nope, keine Chance. Zur Sicherheit habe ich den Vertrag aber zum Ablauf der Frist (geht bei O2 echt bequem per Webformular + ein Anruf) schonmal gekündigt, damit ich das nicht vergesse und der Vertrag sich dann übernächstes Jahr nochmal verlängert!

Ich hatte mich schon fast damit abgefunden, aber dann hab ich mir gedacht “Nope, so einfach gebe ich nicht auf!” Also habe ich weiterrecherchiert und bin auf eine Wechselgebühr gestossen. Soll angeblich 100,-€ kosten seinen Vertrag auf einen günstigeren zu wechseln – für mich käme nur der allergünstigste in Frage der O2 Blue Basic schliesslich will ich es ja MMM gleichtun! Also schnell im Kopf gerechnet, 20 Monate Restlaufzeit, 20 € Ersparnis sind 400 € minus 100 € Gebühr sind immer noch 300 € nach 20 Monaten! Also her damit!!

Da O2 ja einen Chat anbietet habe ich mich in der Mittagspause schnell da angemeldet und ein freundlicher Servicemitarbeiter – ich glaube fest daran, Servicemitarbeiter grundsätzlich freundlich zu behandeln, ihr Job kann nervig genug sein und sie sind eigentlich nie diejenigen, die die Verantwortung tragen, wenn mal wieder was in die Hose geht! – hat mit mir gechattet und mir erklärt, wenn ich die Kündigung zurücknehme kann er (oder sie? Die Vornamen werden nicht angezeigt, nur sowas wie “M.Müller”) mich kostenlos in den günstigeren Tarif wechseln 🙂 Also nicht nur 300€ gespart, sonder gleich 400€!

 

MMM 1: Hoerwolle 1

Ich erkläre in diesem Punkt ein unentschieden!

Mr. Money Mustache

Ich möchte hier Mr. Money Mustache vorstellen, eine fiktive Person mit einem großen Schnauzbart, der es geschafft hat mit 30 “in den Ruhestand” zu gehen – ein Ziel was ich nicht mehr erreichen kann 😉 aber sei’s drum, ich habe dort viele interessante und spannende Ideen gefunden, wie ich meine eigenen Finanzen auf Kurs bringen kann!

Anfangen sollte man am besten mit diesem Posting (wird auch auf der Webseite empfohlen):
http://www.mrmoneymustache.com/2013/02/22/getting-rich-from-zero-to-hero-in-one-blog-post/

Allerdings sind viele der Dinge, die er in seinem Blog beschreibt sehr amerikanisch und einiges trifft für Deutschland einfach so nicht zu – deswegen will ich mich bemühen, deutsche Ansätze mit dem gleichen Ergebnis zu suchen und auch verschiedene Rechenbeispiele für deutsche “Geldbärte” zu basteln!

Im Moment Google-Docs, um ganz schlicht meine Geld-Daten zu speichern und mir die Summe anzuzeigen, damit ich mir stets sehr bewusst bin, wo ich finanziell stehe (derzeit leider noch ne Ecke unter null)…

Postmaterialismus auf zendepot.de

Heute möchte ich euch zendepot.de empfehlen und das Spektrum dieses Blogs wie angekündigt endlich auch auf Finanzen erweitern, nachdem ich nun eine ganze Weile primär über Spiritualität gebloggt habe. Auf zendepot von Holger Grethe findet ihr einiges zum Thema “Erfolgreich Vermögen bilden in Eigenregie”, wie der Untertitel es ja verspricht und auch den Podcast finde ich sehr gelungen. (Und ich übernehme keinerlei Gewähr oder Haftung, wenn ihr seinen Tips folgt, genausowenig wie er es tut!) Ich lese (und höre) zendepot schon eine ganze Weile und bin sehr begeistert.

Und dann möchte ich mich gleich an einem Teil eines Artikel reiben: “Wir kaufen nichts!”

Viele Symptome des Postmaterialismus endecke ich auch bei mir, auch wenn ich das nicht so hochgestochen benennen würde. Für mich gehen Sparsamkeit, Umweltschutz und das Interesse am Investieren Hand in Hand. Dabei gehe ich manchmal den Weg des Weniger-Kaufens bis an den Rand des “Anti-Consumption”-Pfades, aber manchmal auch eher den Weg des Besten-Wertes, finanztechnisch gesprochen wähle ich dann die Option die mir für das wenigste Geld die beste Leistung für die längste Zeit bereitstellt, wobei längste Zeit der wichtigere Faktor ist.

Doch dann das hier:

“Auf der Beifahrerseite kannst du vor lauter Müll die Fußmatte nicht sehen und der letzte Besuch in der Waschstraße war…ja, wann eigentlich? Ist dir aber latte, solange du von A nach B kommst.”

Quelle

NEIN! Args!

Ich leide zwar scheinbar auch bereits an vielen Symptomen des Postmaterialismus, aber mein Auto ist mir nahezu heilig! Das ist eine Investition, die gut gepflegt wird! Und jedes Kilo totes Gewicht, was ich unnötig spazierenfahre kostet mich Sprit, versaut damit die Umwelt mehr als nötig und kostet Geld! Ich sorge auch immer dafür, dass genug Öl drauf ist (ein Motorschaden ist kein Spaß), der Reifendruck hoch genug (zu gering kostet zusätzlichen Sprit und vermindert die Lebensdauer der Reifen! Deutlich zu gering ist sogar gefährlich, weil’s die Bodenhaftung mindert – viel zu hoher Druck tut das aber ebenfalls), etc pp!

Und ich pflege auch – in einem sinnvollen Rahmen – den Lack, schliesslich ist dieser seit mehr als zwei Dekaden Wind & Wetter ausgesetzt (mein guter Mercedes Benz 190 E ist Baujahr ’91!) und soll gerne noch weitere 20 Jahre halten, wenn es nach mir geht!

Ich war auch ein “Müll-Auto”-Typ in der Vergangenheit (also, vor diesem), aber gerade der Wunsch nach Langfristigkeit, Beständigkeit und Dauerhaftigkeit veranlasst mich, mein Auto gut zu pflegen. Es ist für mich auch eine Frage des Respekts, nicht zuletzt vor mir selber – ich verbringe in diesem Auto machmal einige Stunden am Stück und dann will ich es bequem haben, sauber und ordentlich.

Wenn meine guten Wanderschuhe dreckig sind, putze ich die ja auch und pflege bei Lederschuhen das Leder – ansonsten kann ich sie auch gleich nach dem zweiten Einsatz wegschmeißen.