Hörwolle

Hard ground makes stronger roots

03 February
0Comments

Postmaterialismus auf zendepot.de

Heute möchte ich euch zendepot.de empfehlen und das Spektrum dieses Blogs wie angekündigt endlich auch auf Finanzen erweitern, nachdem ich nun eine ganze Weile primär über Spiritualität gebloggt habe. Auf zendepot von Holger Grethe findet ihr einiges zum Thema “Erfolgreich Vermögen bilden in Eigenregie”, wie der Untertitel es ja verspricht und auch den Podcast finde ich sehr gelungen. (Und ich übernehme keinerlei Gewähr oder Haftung, wenn ihr seinen Tips folgt, genausowenig wie er es tut!) Ich lese (und höre) zendepot schon eine ganze Weile und bin sehr begeistert.

Und dann möchte ich mich gleich an einem Teil eines Artikel reiben: “Wir kaufen nichts!”

Viele Symptome des Postmaterialismus endecke ich auch bei mir, auch wenn ich das nicht so hochgestochen benennen würde. Für mich gehen Sparsamkeit, Umweltschutz und das Interesse am Investieren Hand in Hand. Dabei gehe ich manchmal den Weg des Weniger-Kaufens bis an den Rand des “Anti-Consumption”-Pfades, aber manchmal auch eher den Weg des Besten-Wertes, finanztechnisch gesprochen wähle ich dann die Option die mir für das wenigste Geld die beste Leistung für die längste Zeit bereitstellt, wobei längste Zeit der wichtigere Faktor ist.

Doch dann das hier:

“Auf der Beifahrerseite kannst du vor lauter Müll die Fußmatte nicht sehen und der letzte Besuch in der Waschstraße war…ja, wann eigentlich? Ist dir aber latte, solange du von A nach B kommst.”

Quelle

NEIN! Args!

Ich leide zwar scheinbar auch bereits an vielen Symptomen des Postmaterialismus, aber mein Auto ist mir nahezu heilig! Das ist eine Investition, die gut gepflegt wird! Und jedes Kilo totes Gewicht, was ich unnötig spazierenfahre kostet mich Sprit, versaut damit die Umwelt mehr als nötig und kostet Geld! Ich sorge auch immer dafür, dass genug Öl drauf ist (ein Motorschaden ist kein Spaß), der Reifendruck hoch genug (zu gering kostet zusätzlichen Sprit und vermindert die Lebensdauer der Reifen! Deutlich zu gering ist sogar gefährlich, weil’s die Bodenhaftung mindert – viel zu hoher Druck tut das aber ebenfalls), etc pp!

Und ich pflege auch – in einem sinnvollen Rahmen – den Lack, schliesslich ist dieser seit mehr als zwei Dekaden Wind & Wetter ausgesetzt (mein guter Mercedes Benz 190 E ist Baujahr ’91!) und soll gerne noch weitere 20 Jahre halten, wenn es nach mir geht!

Ich war auch ein “Müll-Auto”-Typ in der Vergangenheit (also, vor diesem), aber gerade der Wunsch nach Langfristigkeit, Beständigkeit und Dauerhaftigkeit veranlasst mich, mein Auto gut zu pflegen. Es ist für mich auch eine Frage des Respekts, nicht zuletzt vor mir selber – ich verbringe in diesem Auto machmal einige Stunden am Stück und dann will ich es bequem haben, sauber und ordentlich.

Wenn meine guten Wanderschuhe dreckig sind, putze ich die ja auch und pflege bei Lederschuhen das Leder – ansonsten kann ich sie auch gleich nach dem zweiten Einsatz wegschmeißen.

 
No comments

Place your comment

Please fill your data and comment below.
Name
Email
Website
Your comment