Stoic months: Februar (Montag)

So, der Februar startet morgen!

Das Leit-Thema für den Februar ist “Kontrolle”, also genauer die Frage “Was ist unter meiner Kontrolle?” – und was nicht 😉

So habe ich mir jeweils vorgenommen mir zu jedem Ereignis zu überlegen, ob es unter meiner Kontrolle ist oder nicht und dementsprechend zu handeln bzw zu reagieren. Denn über Dinge, die nicht meiner Kontrolle unterliegen, brauche ich mich nicht aufzuregen, mich nicht zu ärgern und mich nicht zu sorgen.

Ich werde jeweils morgens die Morgenmeditation machen, auch wenn ich mir wahrscheinlich nach einer Weile einen anderen Text suchen werde, mit diesem will ich anfangs achtsam durch den Tag gehen:

Some things are under our control, while others are not under our control. Under our control are conception [the way we define things], intention [the voluntary impulse to act], desire [to get something], aversion [the desire to avoid something], and, in a word, everything that is our own doing; not under our control are our body, our property, reputation, position [or office] in society, and, in a word, everything that is not our own doing.

Epictetus, Handbook 1

Und abends plane ich eine Abendmeditation zu machen, in der ich den Tag reflektiere und meine Reaktionen und Handlungen noch einmal Revue passieren lasse – ohne mich aber daran festzubeißen, sondern mit ruhiger Gelassenheit und dem Vorsatz daraus zu lernen und es einfach beim nächsten Mal besser zu machen. Als Anregung wurde dieser Text vorgeschlagen:

Let us go to our sleep with joy and gladness; let us say ‘I have lived; the course which Fortune set for me is finished.’ And if God is pleased to add another day, we should welcome it with glad hearts. That man is happiest, and is secure in his own possession of himself, who can await the morrow without apprehension. When a man has said: ‘I have lived!’, every morning he arises he receives a bonus.

Seneca, Letters 12.9

Zusätzlich steht eine Mittagsmeditation auf dem Programm – folgerichtig müsste ich die am 15. machen, aber ich denke, ich werde sie eher mehrmals und jeweils an einem Wochenende machen, das steht noch nicht so genau fest. Das Thema ist die Reflektion über ein bestimmtes Ereignis, das detailierte Analysieren eines Vorfalls und die Einschätzung, wie viel Kontrolle man wirklich hatte und wie man reagiert hat.

Dankbarkeit #11: Gesundheit!

Heute bin ich sehr dankbar für meine Gesundheit – gerade an einem Tag, wo mein Schnupfen sich wieder meldet? Ja! Denn ich habe nur einen Schnupfen. Lästig, die Nase läuft, die Schleimhäute sind gereizt und in meinem Kopf fühlt es sich ein wenig nach Watte an. Aber ich habe nur einen Schnupfen und ich kann mich auf mein funktionierendes Immunsystem verlassen, dass eben diesen Schnupfen gerade bekämpft und niedermacht. Alles andere ist gesund, wie ich heute von meinem Doc erfahren habe, ich hab nämlich gerade einen Gesundheits-Check machen lassen und alles ist in bester Ordnung! 🙂

Kickoff: Stoic months

Ich habe mir vorgenommen, die Anregungen und Anleitungen der Stoic week aufzugreifen und jeweils auf einen ganzen Monat auszudehnen. Ich starte also den Februar wie den Montag. Ich plane möglichst jeden Morgen eine Morgenmeditation zu machen und Abends die entsprechende Abendmeditation. Zusätzlich will ich zu passender Zeit die Mittagsmeditation durchführen, wahrscheinlich mehrmals.

 

Für die folgenden Monate steht auf dem Programm:

Montag / Februar – Was ist unter meiner Kontrolle?

Dienstag / März – Selbstdisziplin und stoische Einfachheit

Mittwoch / April – Aktivität und die stoische Reserviertheits-Klausel

Donnerstag / Mai – Stoische Achtsamkeit

Freitag / Juni – Emotionen und die Vorbereitung auf Widerstände

Samstag / Juli – Philantrophie – die Liebe zu den Menschen

Sonntag / August – der Blick von oben

Dankbarkeit #10

Heute bin ich ganz profan für meine gute Winterkleidung dankbar – auch wenn es eigentlich für diese Jahreszeit noch zu warm ist, habe ich schon meine dicke Winterjacke angezogen. Nachts wird’s hier bei sternklarem Himmel inzwischen unter null grad und die Pfützen sind morgens gefroren, da wird’s dann auf dem Rad auch schon mal kalt – aber nicht in meiner dicken Winterjacke! 🙂 Ich nehme mir eine warme Weste noch mit, habe aber drunter derzeit immer nur ein T-Shirt, sonst wäre es viel zu warm, in der Jacke kann ich auch locker noch niedrigere Temperaturen gemütlich mitmachen. Ich hoffe ja ein wenig, dass es hier auch bald Schnee gibt, wobei dann das Rad fahren wohl erstmal schwieriger wird, bis ich mich dran gewöhnt habe.

Was soll das mit der ganzen Dankbarkeit?

Ich beschäftige mich seit ein paar Wochen damit, diverse philosophische und spirituelle Praktiken besser in meinen Alltag zu integrieren. Angefangen habe ich mit der “Stoic Week 2013”, die ich durchgezogen habe und von der ich sehr begeistert war. Zusätzlich kann ich diese Lektion auf Youtube von Philip Hanston zum Thema “Stoic Philosophy” sehr empfehlen: Teil 1 und Teil 2. Eine Stoic Week kann man natürlich jederzeit durchführen und ich habe mir vorgenommen die Stoic Week wesentlich ausführlicher zu wiederholen und jedes Prinzip eine Woche lang zu studieren.

Eines der Basis-Prinzipien ist auf jeden Fall die Achtsamkeit. Und genau zu diesem Prinzip passt die große Aufmerksamkeit, die ich gerade der Dankbarkeit widme: ich bin achtsam auf Dinge, für die ich Dankbarkeit empfinde. Aber ich muss gestehen, ich bin kein großer Philosoph, der ständig gute Ideen hat – ich habe die Idee dazu aus diesem Artikel wo eine Frau von Ihrer Erfahrung berichtet, wie sehr gerade diese Achtsamkeit ihr Leben verändert hat.

Und schon heute, nach knapp einer Woche spüre ich erste Veränderungen. Ich denke manchmal über den Tag verteilt darüber nach, wofür ich dankbar bin und was ich abends dazu posten kann! Und das verändert in kleinen Schritten meine Wahrnehmung und meine Achtsamkeit. 🙂

Dankbarkeit #7

Gestern ist es mir sehr schwer gefallen, etwas zum Thema Dankbarkeit zu finden, weil ich sehr traurig war. Dagegen hat nichtmal ein sehr gründliches Nachdenken geholfen, denn nach den stoischen Prnzipien hätte ich nicht traurig zu sein brauchen, denn es war nur etwas nicht eingetreten, worauf ich mich (zu) sehr gefreut hatte. Ich bin trotzdem dankbar für die stoische Lehre, denn so kann ich wenigstens im Nachhinein meine Gefühle überdenken und mir überlegen, wie ich in Zukunft so etwas vermeiden kann.

Dankbarkeit #6

Heute fällt’s mir ganz einfach, dankbar zu sein – heute bin ich dankbar dafür, dass es Freitag ist! 🙂 Eine schaffensreiche Arbeitswoche liegt hinter mir und ich habe viel geschafft und bin damit sehr zufrieden. Deswegen kann ich mir jetzt ein ausgiebiges Wochenende gönnnen, morgen soll es in die Thermen gehen, so richtig mit Sauna und allem Schnick und Schnack und am Sonntag steht Familienbesuch auf dem Plan – ich hoffe, dass ich am Sonntag abend für meine Selbstbeherrschung nicht zu viel Kuchen gegessen zu haben dankbar sein kann 😉